Weimarer Republik - Zwischen Tradition und Moderne
1922-1935

Strukturdaten und Literaturhinweise

[6] Viergiebelweg

Stuttgart-Nord



Lage: Birkenwaldstraße, Viergiebelweg, Landen-
bergerstraße, Saumweg
Architekten: Richard Döcker, Hugo Keuerleber
Bauherr: Beamten-Heimstättenbauverein
Bauzeit: 1922/23
Größe: ca. 0,9 ha
Wohneinheiten: 30
Wohneinheiten/ha: 33
Einwohner: 113 (2001)
Haustypen: 16 freistehende Einfamilienhäuser,
4 Reihenhäuser, 5 Doppelhäuser
Infrastruktur: keine
ÖPNV-Anbindung: Bus 43, Haltestelle Viergiebelweg, U 7, Haltestelle Kunstakademie

Literatur:

– Döcker, Richard: Zu den Siedlungsbauten an der Oberen Birkenwaldstraße. In: Die Bauzeitung Heft 17 (1926), S. 133-141
– Mehlau-Wiebking, Friederike: Richard Döcker. Ein Architekt im Aufbruch zur Moderne. (Dissertation 1985). Braunschweig/Wiesbaden 1989, S. 133-140

[7] Hallschlag

Stuttgart-Bad Cannstatt

Hallschlag I



Lage: Bochumer Straße 1-9, 2-10; Essener Straße
1-9; Dortmunder Straße 1-9; Hallschlag 12-20; Düsseldorfer Straße 25-39
Architekten: Karl Heim & Friedrich Seezer u.a.
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: 1925-26
Größe: 2,2 ha
Wohneinheiten: 231
Wohneinheiten/ha: 103
Geschossflächenzahl: 1,07
Einwohner Hallschlag I, II, III: 2827 (2002)
Haustypen: Geschosswohnungsbau
Infrastruktur Hallschlag I, II, III: diverse Läden, private Dienstleistungen, Spielplätze
ÖPNV-Anbindung: U 14, Haltestelle Rosenstein-brücke, dann Bus 52, 55, 56, Haltestelle Hallschlag


Hallschlag II

Lage: Hallschlag 43-47; Düsseldorfer Straße 1-19; Koblenzer Straße 14-18; Auf der Steig 22-44
Architekt: Albrecht Wagner
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: 1926-27
Größe: 1,6 ha
Wohneinheiten: 222
Wohneinheiten/ha: 140,5
Geschossflächenzahl: 1,05
Haustypen: Geschosswohnungsbau


Hallschlag III

Lage: Auf der Steig 45-59; 48-66; Hallschlag 28-30
Architekten: Paul Schmitthenner, Ernst Schwaderer
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: 1929-30
Größe: 1,7 ha
Wohneinheiten: 132
Wohneinheiten/ha: 77,6
Geschossflächenzahl: 0,7
Haustypen: Geschosswohnungsbau

Literatur:

– Gericke, Frank: Die Stadt als Bauherr. Stuttgarter Wohnungsbau der 20er Jahre. Stuttgart 1997

[8] Wallmer

Stuttgart-Untertürkheim



Lage: Wallmerstraße, Fiechtnerstraße, Sattelstraße
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: Wallmer I: 1925-26; Wallmer II: 1929-1930
Größe: ca. 2 ha
Wohneinheiten: Wallmer I: 60 (1926: 108);
Wallmer II: 288 (1930: 316)
Einwohner: ca. 650
Geschossflächenzahl: Wallmer I: 1,23; Wallmer II: 1,07
Haustypen: Geschosswohnungsbau mit Etagenwohnungen, Zwei- bis Vierzimmer-Wohnungen, Wallmer II ursprünglich nur Dreizimmer-Wohnungen
Infrastruktur: Kindergarten, Laden
ÖPNV-Anbindung: S 1, Haltestellen Gottlieb-Daimler-Stadion oder Untertürkheim, U 13, Haltestelle Eszet
Architekten:
Wallmer I: Friedrich Mössner (städtebauliche Planung); Dolmetsch, Lindner, Ölkrug, Daiber (Hochbau); Wallmer II: gestalterische Oberleitung: BDA (Landesbezirk Württemberg und Hohenzollern), vertreten durch Richard Döcker (Gesamtentwurf und Überwachung), Leitung Architekturbüro Karl Heim & Friedrich Seezer unter der Mitarbeit weiterer acht Architekten

Literatur:

– Blank, Gebhard/Fekete, Julius: Gemeinnütziger Wohnungsbau im Stuttgarter Osten von 1890 bis 1930. Stuttgart 1988
– Gericke, Frank: Die Stadt als Bauherr. Stuttgarter Wohnungsbau der 20er Jahre. Stuttgart 1997
– Kähler, Gert (Hg.): Architektour. Bauen in Stuttgart seit 1900. Braunschweig/ Wiesbaden 1991
– Mehlau-Wiebking, Friederike: Richard Döcker, ein Architekt im Aufbruch zur Moderne. Braunschweig/Wiesbaden 1989
– Werner, Frank: Stuttgarter Architektur bis 1945.
In: Heißenbüttel, Helmut; Stuttgarter Kunst im
20. Jahrhundert. Malerei, Plastik, Architektur. Stuttgart 1979

[9] Raitelsberg

Stuttgart-Ost



Lage: Zwischen Hackstraße und Park der Villa Berg; Parkstraße, Sickstraße, Röntgenstraße
Architekten: Alfred Daiber (Wettbewerbssieger) mit Georg Stahl und Eugen Steigleder (städtebauliche Planung), Alfred Frank, Otto Oswald u.a. (Hochbau)
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: 1926 – 1928, Planung ab 1926
Größe: 3,8 ha
Wohneinheiten: 804 (1928), 709 (2002)
Wohneinheiten/ha: 211 (1928), 186 (2002)
Einwohner: ca. 2000
Haustypen: Geschosswohnungsbau,1928 fast ausschließlich als Dreizimmer-Wohnungen, heute Mischung aus Zwei- bis Sechszimmer-Wohnungen, dabei immer noch größtenteils Dreizimmer-Wohnungen (567 WE)
Infrastruktur: Läden, Ateliers, Werkstätten, Spielplatz, div. Schulen, Aktivspielplatz mit Betreuung
ÖPNV-Anbindung: U 9, Haltestelle Raitelsberg

Literatur:

– Blank, Gebhard/Fekete, Julius: Gemeinnütziger Wohnungsbau im Stuttgarter Osten von 1890 bis 1930. Stuttgart 1988
– Gericke, Frank: Die Stadt als Bauherr. Stuttgarter Wohnungsbau der 20er Jahre. Stuttgart 1997
– Kähler, Gert (Hg.): Architektour. Bauen in Stuttgart seit 1900, Braunschweig und Wiesbaden. 1991
– Werner, Frank: Stuttgarter Architektur bis 1945.
In: Heißenbüttel, Helmut; Stuttgarter Kunst im 20. Jahrhundert. Malerei, Plastik, Architektur. Stuttgart 1979

[10] Eiernest

Stuttgart-Süd



Lage: Eierstraße 70-112; Schwalbenweg 8-38, 9-41; Liebigstraße 16-34, 21-73; Wachtelweg 2-32; Schreiberstraße 48-74; Sperberweg 1-21, 2-8; Habichtweg 1-41, 2-46
Architekten: Unternehmergruppe Kübler-Eppler-Hangleiter
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: 1926-27
Größe: 3,9 ha
Wohneinheiten: 180
Wohneinheiten/ha: 46,1
Geschossflächenzahl: 0,29
Einwohner: 617 (2002)
Haustypen: Reihenhäuser
Infrastruktur: keine
ÖPNV-Anbindung: U 14, Bus 42 Haltestelle
Schreiberstraße

Literatur:

– Landeshauptstadt Stuttgart (Hg.): Stuttgart-Süd. Wohnungsmodernisierung. Fallstudie Siedlung „Eiernest“. Stuttgart o.J. (um 1978)

[11] Weißenhofsiedlung - Internationale Bauausstellung

Stuttgart-Nord



Lage: Friedrich-Ebert-Straße, Am Weißenhof, Hölzelweg
Architekten: 17 Architekten aus 5 Ländern im Auftrag des Deutschen Werkbundes. Künstlerische Leitung: Ludwig Mies van der Rohe (Berlin); Bauleitung: Richard Döcker (Stuttgart)
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: 1927, Planung ab 1925, Ausstellung „DIE WOHNUNG“ vom 23.7. bis 31.10.1927
Größe: 1,9 ha
Wohneinheiten: 63
Wohneinheiten/ha: 33
Einwohner: ca. 130
Haustypen: Mehrfamilienwohnhäuser, Reihenhäuser, Doppelhäuser, freistehende Einfamilienhäuser
Infrastruktur: Milchladen (1927)
ÖPNV-Anbindung: U 5, Haltestelle Messe Killesberg, Bus 43, Haltestelle Kunstakademie

Architekten:

Peter Behrens (Haus 31,32)
Victor Bourgeois (Haus 10)
Richard Döcker (Haus 21,22)
Josef Frank (Haus 26, 27)
Walter Gropius (Haus 16,17)
Ludwig Hilberseimer (Haus 18)
Le Corbusier und Pierre Jeanneret (Haus 13-15)
Ludwig Mies van der Rohe (Haus 1-4)
J.J.P. Oud (Haus 5-9)
Hans Poelzig (Haus 20)
Adolf Rading (Haus 25)
Hans Scharoun (Haus 33)
Adolf Gustav Schneck (Haus 11,12)
Mart Stam (Haus 28-30)
Bruno Taut (Haus 19)
Max Taut (Haus 23,24)

Literatur:

– DWB: Bau und Wohnung. Stuttgart 1927 (1987)
– DWB: Innenräume. Stuttgart 1928
– Kirsch, Karin: Die Weißenhofsiedlung. Stuttgart 1987 u. 1999. New York 1989
– Pommer, Otto: The Weißenhofsiedlung. Chicago/London 1991

[12] Ziegelklinge

Stuttgart-Süd



Lage: Sperlingstraße 20-26, 28-34, 36-46;
Sandweg 2-12, 14-24
Architekten: Albert Schieber, Ernst Schleicher
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: 1927-28
Größe: 0,6 ha
Wohneinheiten: 26
Wohneinheiten/ha: 43,3
Geschossflächenzahl: 0,7
Haustypen: Reihenhäuser
Infrastruktur: Spielplatz
ÖPNV-Anbindung: U 1, U 14, Haltestelle Südheimer Platz

Literatur:

– Gericke, Frank: Die Stadt als Bauherr. Stuttgarter Wohnungsbau der 20er Jahre. Stuttgart 1997

[13] Wagenburgsiedlung

Stuttgart-Ost



Lage: Wagenburgstraße, Heubergstraße, Römer-steinweg, Höscheleweg (Raichbergweg)
Architekten: Heinz Wetzel (städtebauliche Planung); Heinz Wetzel, Walter Hoss, Heinrich Selter, Alfred Tschummi, Eugen Wacker (Hochbau)
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: 1927-28
Größe: ca. 1,5 ha
Wohneinheiten: 116 (ursrpünglich 125)
Geschossflächenzahl: 0,68
Wohneinheiten/ha: 77,3
Einwohner: ca. 350
Haustypen: Geschosswohnungsbau mit 2- bis
4-Zimmerwohnungen
Infrastruktur: keine
ÖPNV-Anbindung: Bus 40, Haltestelle Ostportal

Literatur:

– Gericke, Frank: Die Stadt als Bauherr. Stuttgarter Wohnungsbau der 20er Jahre. Stuttgart 1997
– Städtebauliches Institut der Universität Stuttgart: Heinz Wetzel und die Geschichte der Städtebau-lehre an deutschen Hochschulen. Stuttgart 1982
– Wetzel, Heinz: Wandlungen im Städtebau. Stuttgart 1942
– Wetzel, Heinz: Stadt, Bau, Kunst: Gedanken und Bilder aus dem Nachlass, ausgewählt und zusammengestellt von Klaus Osterwold. Stuttgart 1978

[14] Inselstraße

Stuttgart-Wangen



Lage: Inselstraße 10-14; Ebersbacherstraße 7-13, 15-31; Geislingerstraße 58A-J, 62A-H, 66A-F, 70A-D, 57A-F, 61A-F, 65A-F, 69A-E
Architekten: Städtisches Hochbauamt
Bauherr: Stadt Stuttgart
Bauzeit: 1929-30
Größe: 3,9 ha
Wohneinheiten: 391
Wohneinheiten/ha: 100,3
Geschossflächenzahl: 0,97
Einwohner: 822 (2002)
Haustypen: Geschosswohnungsbau in Zeilenbauweise
Infrastruktur: Spielplatz
ÖPNV-Anbindung: U 4, U 9, Haltestelle Inselstraße

Literatur:

– Gericke, Frank: Die Stadt als Bauherr. Stuttgarter Wohnungsbau der 20er Jahre. Stuttgart 1997

[15] Kochenhof

Stuttgart-Nord



Lage: Am Kochenhof, Otto-Reiniger-Straße, Carlos- Grethe-Weg, Kalckreuthweg, Hermann-Pleuer-Straße
Architekten: Paul Schmitthenner, Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer, Eitel und Eitel, Eisenlohr & Pfennig, Gerhard Graubner, Paul Heim, Karl Gonser, Ernst Schwaderer, Wilhelm Tiedje u.a.
Bauherren: Deutsches Holz für Hausbau und
Wohnung e.V./ Privatpersonen
Bauzeit: 1933
Größe: 1,33 ha
Wohneinheiten: 32
Wohneinheiten/ha: 24
Einwohner: ca. 100 (2002)
Haustypen: freistehende Einfamilienhäuser,
Doppelhäuser, 7 Geschosswohnungen
Infrastruktur: Gaststätte mit Bäckerei, Lebensmittelgeschäft
ÖPNV-Anbindung: U7, Bus 43, Haltestelle
Killesberg, Messe

Literatur:

– Krisch, Rüdiger: Kochenhofsiedlung in Stuttgart. In: Harlander, Tilman, u.a. (Hg): Villa und Eigenheim – Suburbaner Städtebau in Deutschland. Stuttgart/ München 2001, S. 229-237
– Plarre, Stefanie: Die Kochenhofsiedlung. Das Gegenmodell zur Weißenhofsiedlung. Stuttgart 2001

[16] Steinhaldenfeld

Stuttgart-Bad Cannstatt



Lage: Steinhaldenstr., Schmollerstr., Zuckerbergstr.
Architekten: Karl Beer, Josef Schmid
Bauherren: Schwäbische Siedlergemeinschaft des Caritas-Verbandes, Bau- und Heimstättenverein, Christlicher Notbund (ab 1933 zusammengefasst zur Stuttgarter Siedlungsgesellschaft)
Bauzeit: Vorstädtische Kleinsiedlung: 1932 – 1935, Privatsiedlung: 1932/33, Kirchen (1933-35), Volksheim mit Kindergarten und Festsaal (1937)
Größe: 42,5 ha (sog. Kernbereich Steinhaldenfeld)
Wohneinheiten: 411 Siedlerstellen
Geschossflächenzahl: ca. 0,2
Einwohner: ca. 1100 (1933); 3686 im gesamten Steinhaldenfeld (2001)
Haustypen: freist. Einfamilienhäuser, Doppelhäuser
Infrastruktur: Kirchen, Schulen, Gasthaus, Ladenzentrum, (1937: Volksheim mit Kindergarten, Festsaal, Feuerwehrhaus, „Dorfkrug“, Waschhaus, Festplatz, Mosterei u.a.)
ÖPNV-Anbindung: Bus 54, Haltestelle Steinhaldenfeld, Zuckerberg, U2 (geplant bis 2003)

Literatur:

– Baumgärtner, Alfons: Siedeln tut not! Von den Siedlungsbauten der „Schwäbischen Siedlergemeinschaft e.V.“. Stuttgart 1933
– Harlander, Tilman: Stadtrandsiedlung Steinhaldenfeld in Stuttgart. In: Ders. u.a. (Hg.): Villa und Eigenheim - suburbaner Städtebau in Deutschland. Stuttgart/München 2001, S. 238-248