Aufgelockert und gegliedert
1949-1965

Strukturdaten und Literaturhinweise

[21] Rot

Stuttgart-Zuffenhausen, Stadtteil Rot



Lage: Rotweg, Haldenrainstraße, Schozacherstraße, Tapachstraße
Bauzeit: 1949-1957 Hauptbauphase
Größe: 153,6 ha
Wohnheiten: 5034 (2002)
Einwohner: 10055 (2001), 9799 (1999), 16456 (1962)
Wohneinheiten/ha: 34,5
Haustypen: Einfamilien-, Mehrfamilien-, Punkthochhäuser. 86% Mietwohnungen, 14% Eigentümerwohnungen, 75% sozialer Wohnungsbau (1968)
Infrastruktur: Ladenzentrum (Schozacher- /Haldenrainstraße), drei Nebenzentren (Rotweg, Haldenrainstraße, Fleiner Straße), 6 Kindertagesstätten, mehrere Spielplätze, Sportstätten, mehrere Schulen, 2 Kirchen/Gemeindezentren, Behinderten- und Seniorenwohnanlage, Jugendfarm Rot/Freiberg, Kino (heute Videothek), Männerwohnheim
ÖPNV-Anbindung: U5 und Bus 52, Haltestellen Schozacher Straße, Fürfelderstraße, Tapachstraße

Architekten: Zentrale für den Aufbau der Stadt Stuttgart (ZAS) und Stadtplanungsamt der Stadt Stuttgart (städtebauliche Planung). Hochbau: Städtisches Hochbauamt, einzelne Wohnungsbaugesellschaften, zahlreiche Architekten: Richard Döcker, Ernst Dobler, Hans Herkommer, Merzenich/Philipp, Hans Scharoun/Wilhelm Frank, Otto Traber/ Richard Dippon, Eugen Zinsmeister u.a.
Bauherren: über 25 Wohnungsbauunternehmen sowie Privateigentümer und Eigentümergemeinschaften u.a.: Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Neues Heim“, Gemeinnützige Baugenossenschaft Zuffenhausen, FLÜWO Bauen und Wohnen eG, Stuttgarter Siedlungsgesellschaft mbH (heute SWSG), Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Schwaben, Industrie-Wohnungsbau GmbH, Universum Treubau Wohnungs-GmbH, Eigenheimbaugenossenschaft der Polizeibeamten, Wohnungsbaugenossenschaft Eigenwohner, Gemeinnützige Flüchtlings-Wohnungsbaugenossenschaft, Landesentwicklungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH


Literatur:

– Bausinger, Hermann/Braun, Markus/Schwedt, Herbert: Neue Siedlungen. Stuttgart 1963, S.24f
– Stadtplanungsamt der Stadt Stuttgart (Hg.): Stuttgarter Neubaugebiete der Jahre 1950 bis 1970. Stuttgart 2000, S.18f
– Kähler, Gert (Hg.): Architektour: Bauen in Stuttgart seit 1900. Braunschweig/Wiesbaden 1991, S.164f

[22] ECA-Siedlung "Am Heimberg"

Stuttgart-Feuerbach



Lage: Langhansstraße, Triebweg, Wiener Straße, Einsiedelweg, Wildeckstraße
Architekten: Max Hauschild (Biberach); Gero Karrer (Stuttgart)
Bauherr: Hausbau Wüstenrot (Ludwigsburg), Bauunternehmer: Baufirma Paul Stephan (Stuttgart)
Bauzeit: 1952-53, Planung 1951-1952
Größe: ca. 5,4 ha
Wohneinheiten: 206 WE, davon 170 Geschosswohnungen, 36 Reihenhäuser
Wohneinheiten/ha: 38
Geschossflächenzahl: ca. 0,35
Einwohner: 414 (2002)
Haustypen: 1,5-geschossige Reihenhäuser, viergeschossige Laubenganghäuser
Infrastruktur: kleine Läden waren geplant, wurden nicht realisiert
ÖPNV-Anbindung: U 6, U 13, Haltestelle Feuerbach Krankenhaus

Literatur

– Lupfer, Gilbert: Architektur der fünfziger Jahre in Stuttgart. Stuttgart 1997, S. 361-366
– Wandersleb, Hermann: Neuer Wohnbau. Band I und II. Ravensburg 1952/1958
– Neue Bauwelt 1952, Heft 4, S. 58

[23] Bergheim / Giebel

Stuttgart-Weilimdorf,
Stadtteile Bergheim und Giebel



Lage: Engelbergstr., Solitude Straße, Mittenfeldstr., Salamanderweg, Pirolweg, Grubenäcker
Bauzeit: 1953-1964, Hauptbauphase, erste Planung ab 1948
Größe: Giebel ca. 60 ha, Gesamtgebiet ca. 100 ha
Wohneinheiten: Stadtteile Giebel und Bergheim: 3.676 (Gebäudezählung 1987),
davon Giebel: 2.307, Siedlung Bergheimer Hof: 400, Landsiedlung: 260
Wohneinheiten/ha: 32 bis 38,5
Einwohner: Giebel: 4.590 (1999) 6.943 (1962)
ÖPNV-Anbindung: U 6, eingeschränkt U13, Haltestellen Bergheimer Hof, Salamanderweg, Giebel

Architekten: Zentrale für den Aufbau der Stadt Stuttgart (ZAS) und Stadtplanungsamt der Stadt Stuttgart, Leitung: Gustav F. Heyer (städtebauliche Planung). Hochbau u.a.: Ottmar Besenfelder, Karl Böhringer, Karl Ellsässer, Hans Herkommer, Jörg Herkommer, Wilhelm Tiedje, Eugen Zinsmeister
Bauherren: über 17 Wohnungsbauunternehmen u.a.: Stadt Stuttgart, Bau-und Heimstättenverein Stuttgart eGmbH, Stuttgarter Siedlungsgesellschaft mbH, Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Neues Heim“ eGmbH, Gemeinnützige Flüchtlings-Wohnungsbaugenossenschaft eGmbH, Gemeinnützige Baugenossenschaft Feuerbach-Weilimdorf eGmbH, Siedlungswerk der Diözese Rottenburg, Württembergische Landsiedlung GmbH, Siedlungsgesellschaft des Hilfswerks der evangelischen Kirche, Eigenheimbaugenossenschaft der Polizeibeamten, Appartmenthaus GmbH
Haustypen: Kleinhäuser, Reihenhäuser, freistehende Einfamilienhäuser, 3-5-geschossige Mehrfamilienhäuser, Punkthochhäuser, 90% sozialer Wohnungsbau (1968); Wohnungsverteilung Giebel (Planung): 27% in Einfamilienhäusern, 59% in Mehrfamilienhäusern, 14% in Hochhäusern.
Wohnungsgemenge Giebel (Planung): 17% Zweizimmerwohnungen, 74% Dreizimmerwohnungen, 9% Vierzimmerwohnungen
Infrastruktur Giebel: Hauptzentrum am Ernst-Reuter-Platz mit Läden, Dienstleistung und Wochenmarkt, 3 Nebenzentren, 2 Schulen, Kindertagesstätten, 3 Kirchen u.a.: Salvatorkirche (1957, Architekt: Hans Herkommer), Stephanuskirche (1958, Architekt: Wilhelm Tiedje), Kinder- und Jugendhaus, Diakoniestation, Seniorenwohnungen, Spielplätze, Sportgelände, Kleingärten
Infrastruktur Bergheimer Hof: Nebenzentrum, Kindergarten/Kindertagesstätte
ÖPNV-Anbindung: U 6, eingeschränkt U 13, Haltestellen Bergheimer Hof, Salamanderweg, Giebel

Literatur:

– Bausinger, Hermann/Braun, Markus/Schwed, Herbert: Neue Siedlungen. Stuttgart 1963, S. 27f
– Heyer, Gustav F.: „Stadterweiterung im Raum Weil im Dorf: Die Planung der Wohnstadt Giebel“. Amtsblatt der Stadt Stuttgart, 11.02.1954, S. 4
– Landeshauptstadt Stuttgart, Stadtplanungsamt (Hg.): Stuttgarter Neubaugebiete der Jahre 1950 bis 1970. Stuttgart 2000, S. 23f

[24] Mönchfeld

Stuttgart-Mühlhausen



Lage: Mönchfeldstraße, Hechtstraße, Stichlingweg
Bauherren: 14 Baugenossenschaften, priv. Bauträger
Architekten: Stadtplanungsamt Stuttgart
Bauzeit: 1956-1964
Größe: 45,9 ha
Wohneinheiten: 1503 (1987), davon 360 WE von der SWSG (Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH)
Wohneinheiten/ha: 32,7
Einwohner: 2986 (2002)/5166 (1964)
Haustypen: Geschosswohnungsbau (3-4 Geschosse), Reihenhäuser (2 Geschosse), 3 Hochhäuser (17 und 14 Geschosse)
Infrastruktur: 2 Schulen, 3 Kindergärten, evangelische und katholische Kirche, Gaststätten, Ladenzentrum, Sport- und Spielbereich
ÖPNV-Anbindung: Bus 54, Haltestellen Forellenweg, Steinbuttstraße

Literatur:

– Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Stuttgart (Hg.): Arbeitspapiere zur Stadtentwicklungsplanung: Stuttgarter Neubaugebiete der Jahre 1950 bis 1970. Stuttgart 1999
– Muschalek, Christian: Stuttgarter Wohnbauten. Stuttgart 1983

[25] Dürrlewang

Stuttgart-Vaihingen



Lage: Dürrlewangstraße, Dietmannstraße, Lunaweg
Architekten: Stadtplanungsamt Stuttgart
Bauherr: Gemeinnützige Baugesellschaften (2/3); private Bauherren (1/3)
Bauzeit: 1957-1965
Größe: 51,2 ha
Wohneinheiten: 1921 (1987), davon rund 500 von der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG)
Wohneinheiten/ha: 37,5
Einwohner: 3690 (2002)/5851 (1966)
Haustypen: Geschosswohnungsbau, Reihenhäuser, Doppel- und freistehende Einfamilienhäuser, drei Hochhäuser
Infrastruktur: Grundschule, Kindergärten, ev. u. kath. Kirche, mehrere Gaststätten, Ladenzentrum
ÖPNV-Anbindung: U1/U3/U6, Haltestelle Vaihingen, Bus 81, Haltestelle Dürrlewang

Literatur:

– Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Stuttgart (Hg.): Arbeitspapiere zur Stadtentwicklungsplanung: Stuttgarter Neubaugebiete der Jahre 1950 bis 1970. Stuttgart 1999
– Muschalek, Christian: Stuttgarter Wohnbauten. Stuttgart 1983